Wie ich es sehe...

Dr. Marianne Koch

Dr. Marianen KochAls ich nach Tutzing zog, war ich 42 Jahre alt. Man kann nun wirklich nicht sagen, dass sich der Ort seither baulich und von seinem optischen Eindruck her verschönt hat. Aber ich denke, dass sich die Gemeinde und, vor allem, der Gemeinsinn ihrer Bürger erstaunlich positiv entwickelten. Erstaunlich deshalb, weil ja inzwischen fast überall Egoismus und Ellenbogenmentalität beklagt werden, die das Miteinander in den Gemeinden erschweren. Es fing schon an mit der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Midgardhauses – das dadurch bis heute als ein Schmuckstück am See gilt. Ich bin ziemlich stolz, daran beteiligt gewesen zu sein. Genauso wie an der konzertierten Aktion gegen die geplante Anlage einer Mülldeponie ausgerechnet im landschaftlich sensiblen Bereich von Monatshausen. Die haben wir Tutzinger damals verhindert.

Das ganz große Vorzeigeprojekt aber – bewundertes Vorbild für viele Gemeinden – war und ist der Aufbau der Ambulanten Krankenpflege. Er stellt sicher, dass ältere Menschen in unserem Ort von gut ausgebildeten und freundlichen Fachkräften in ihren Wohnungen gepflegt und versorgt werden können, und dass vor allem die Alleinlebenden mit chronischen Leiden so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Diese Arbeit der „Ambulanten“ wird zwar von den Kranken- und Pflegekassen unterstützt, könnte aber nicht auf diesem hohen Niveau existieren, wenn nicht zusätzlich unser Freundeskreis von solidarischen Tutzinger Bürgern jährlich eine ziemlich hohe Summe spenden würde.

Es existiert die direkte Anbindung nach München durch die S-Bahn. Es gibt die herrlichen Spazierwege. Man kann also gelassen älter werden in unserer Gemeinde. Umso mehr, als das Krankenhaus neben anderen hervorragenden Spezialabteilungen seit Jahren eine Station für chronisch Schmerzkranke unter der Leitung von international bekannten Experten eingerichtet hat. Und außerdem eine Palliativstation, wo Todkranke so behandelt werden, dass ihr Leben weitgehend schmerzfrei, sanft und unter spiritueller Begleitung zu Ende gehen darf.

Erwähnen muss man auch die vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, die sich hier um alte Menschen kümmern, um die Tutzinger Tafel, um die Kleidersammlungen der Kirchen und vor allem um die Flüchtlinge und Asylsuchenden, damit diese wenigstens ein Minimum an Zuwendung und Betreuung erfahren. So weit, so vorbildlich. Man sollte meinen, dass es in einem Ort mit so viel Gemeinsinn selbstverständlich wäre, die Bürger auch an den Entscheidungen zu beteiligen, die den Ort selbst, seine Entwicklung, die Bauvorhaben, mit einem Wort das Gesicht und die Funktion des Ortes betreffen. Von wegen. Da sieht die Sache leider ziemlich düster aus.

Jetzt, nach der letzten Kommunalwahl, findet wohl endlich ein Umdenken statt. Aber das kommt in vieler Hinsicht zu spät. Vor allem das Seehof-Areal hätte einen wunderbaren Marktplatz und einen großartigen Ortsmittelpunkt ergeben. Vorbei. Vertan. Oder gibt es da doch noch Hoffnung? So wünsche ich mir, wie viele andere, dass es wenigstens in Zukunft einen ernsthaften Dialog zwischen den Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung und den Bürgern geben wird. Schließlich beweisen diese Tag für Tag, wie sehr ihnen Tutzing am Herzen liegt.

(Erschienen in den Tutzinger Nachrichten.)




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