Caritas-Jahreskampagne: Sei gut, Mensch!

Die Caritas stellt das Jahr 2020 unter das Motto „Sei gut, Mensch!“. Aber was heißt das konkret: gut zu sein? Fünf Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler erzählen, was sie tun, was sie damit bewirken und warum sie es wichtig finden, sich gerade jetzt öffentlich zu ihrem Engagement zu bekennen. Darunter auch Armin Heil, Geschäftsführer der Ambulanten Krankenpflege Tutzing e.V.

„Ich wollte nicht nur Geld spenden“

2015, als so viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, wollte Armin Heil helfen. „Ich wollte nicht nur Geld spenden. Mir war aber auch klar, dass ich nicht für 20 oder 30 Menschen auf einmal da sein kann. Ich kann alleine ja nicht die Welt retten“, sagt der 53-Jährige aus dem bayerischen Tutzing.

über einen Helferkreis lernte Heil Lal Khan kennen. Der damals 18-Jährige war allein aus Afghanistan geflohen, hatte seine Mutter und einen Bruder dort zurückgelassen. Heil kümmerte sich um den jungen Mann, der kein Wort Deutsch sprach und in einer Zeltstadt untergebracht war.

Er sagt: „Wenn jeder eine Patenschaft für einen Flüchtling übernehmen würde, dann würde die Integration auch gut gelingen.“ Er begleitete Lal Khan auf Behördengänge, meldete ihn an einer Schule, damit er seinen Hauptschulabschluss machen konnte. Heil, der als Geschäftsführer bei der Ambulanten Krankenpflege Tutzing arbeitet, kümmerte sich darum, dass der junge Mann in der betreuten Wohnanlage wohnen konnte. „So haben wir uns täglich gesehen. Meist schon früh am Morgen, wenn er sich auf den Weg zur Schule gemacht hat“, sagt Heil.

Lal Khan übernahm einen Ein-Euro-Job in dem Tagesbegegnungszentrum und kümmerte sich um die älteren Gäste. Die mochten seinen Charme. „Er war sehr zuvorkommend und hilfsbereit“, sagt Heil.

Eine Kollegin von ihm lud Lal Khan regelmäßig nach Hause ein und übte Deutsch mit ihm. Für Armin Heil ist es nebensächlich, dass er ein Gutmensch ist. „Das Wichtigste ist doch, dass wir Menschen für einen anderen Menschen da sind, der Hilfe braucht“, sagt er. Heil ist nie angefeindet worden, weil er einem Flüchtling geholfen hat. „Jeder, der Lal Khan kennenlernte, war von ihm begeistert und bereit, ihm zu helfen – auch die, die vielleicht der Flüchtlingshilfe etwas skeptisch gegenüberstanden“, sagt er. Nach seinem Schulabschluss hat Lal Khan eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht. „Leider hat er die Abschlussprüfung im ersten Anlauf nicht geschafft“, sagt Heil. Jetzt will Lal Khan die Prüfung schnell wiederholen.

Mittlerweile hat Armin Heil weniger Kontakt zu seinem Schützling, der heute in der Nähe von München lebt. „Aber das ist gut so. Das ist doch ein Zeichen, dass er selbstständig geworden ist. Er braucht mich nicht mehr für Behördengänge. Das regelt er heute alles allein“, sagt Heil. „Wir sind gute Freunde und er ruft mich und auch meine Kollegin regelmäßig an. Von Anfang an hat er uns Vater und Mutter genannt. Da möchte er jetzt natürlich auch weiterhin wissen, wie es uns geht.“

Kerstin Ostendorf


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